Podcast-Projekt: Welche Geschichten wollt Ihr erzählen?

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Wir vom Projekthof und vom Schule von Morgen-Projekt des FGG wollen Geschichten erzählen und sie verbreiten, verteilen, verschenken: über einen podcast und über den Offenen Kanal – Studio Malchin.
Wenn Du eine bewegliche Stimme hast, gerne und spannend erzählst, auf neue Ideen kommst und einen Geschichten-Podcast für die Mecklenburgische Schweiz mit aufbauen möchtest – na dann melde Dich

Ein Podcastprojekt in Kooperation mit dem Studio Malchin / Offener Kanal und des Schule von Morgen-Projekt des FGG

Es gibt ja unglaublich viele Geschichten, die erst richtig gut (oder: die noch besser werden oder: die erst lebendig werden), wenn man sie hört. Das mag entweder daran liegen, dass man seine Brille verlegt hat und selbst nicht lesen kann; das passiert andererseits dadurch, dass eine vorgelesene oder erzählte Geschichte mehrere Schöpfer hat: den, welcher die Geschichte ersinnt, und jenen, der diese Geschichte liest, ganz eigensinnig versteht und dann mit den eigenen Bildern im Kopf vorträgt. Das Spannende: Wenn das eine gute Geschichte ist, die gut vorgetragen wird, entsteht im Ohr und Kopf der Hörenden wieder eine eigene Geschichte… Ja, so ist das.

Alle Menschenkinder brauchen Geschichten. Damit kommen wir durch die Welt und durch das Leben. Geschichten sind Lebensmittel.

Wir vom Projekthof und vom Schule von Morgen-Projekt des FGG wollen ein Projekt starten, das Lebensmittel liefert. Wir wollen Geschichten erzählen und sie verbreiten, verteilen, verschenken: über einen podcast und über den Offenen Kanal – Studio Malchin.

Produzieren werden wir in Karnitz, wenn wir die Geschichten ausgewählt, uns über das Format und die Zahl der Folgen verständigt haben, wenn wir einen Produktionsplan erarbeitet und bereits geprobt haben.

Wenn Du eine bewegliche Stimme hast, gerne und spannend erzählst, auf neue Ideen kommst und einen Geschichten-Podcast für die Mecklenburgische Schweiz mit aufbauen möchtest – na dann melde Dich, bewerbe Dich: Schreib uns einen freundlichen Brief, mit dem Du uns überzeugst, dass Du unbedingt dabei sein musst.

 

Kontakt
Joachim Borner
jborner@kmgne.de
Projekthof Karnitz, Karnitz 9, 17154 Neukalen

Mecklenburgische Schweiz: Bloß weg hier? Warum bleiben oder sogar herkommen?

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Am 9. Oktober haben wir uns das erste Mal mit einer kleinen Gruppe junger Menschen im Projekthof Karnitz getroffen. Unser Ziel ist es, uns zu organisieren, einzelne konkrete Projekte umzusetzen und uns für bestimmte Veränderungen in der Mecklenburgischen Schweiz auch politisch einzusetzen und als junge Menschen hier eine Stimme zu haben.

Die Junge Mecklenburgische Schweiz fragt: bleiben oder gehen oder  wiederkommen oder herkommen –  was können wir tun für eine  Zukunft der Region mit uns? 

Beim dritten Treffen am 15.01.2021 haben wir uns hauptsächlich mit unserem Vernetzungstreffen/Sommercamp beschäftigt, das im Sommer in Karnitz stattfinden soll. Die Möglichkeit projektbezogene Tage dazu zu organisieren, wurde auch angedacht.

Idealerweise würde das Treffen 2-3 Tage dauern. Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahre können teilnehmen. Wir werden einen Text verfassen, der unsere konkreten Wünsche und Meinungen zu unserer Zukunft in der Region ausdrückt. Es wäre unser öffentlicher Diskurs zu unseren Bedürfnissen hier in die Mecklenburgische Schweiz. Wir wollen eine Position mitteilen, die Stimme die Jugendliche deutlich machen.

Unser ideales Tagesprogramm besteht auf Workshops am Vormittag, gemeinsames Mittagessen einen eventuellen Spaziergang durch die Felder – eine Zeit für informelles Austausch- und einen Open Air Kino am Abend. Vorgeschlagene Workshopthemen sind zum Beispiel: Forst, Wald, Gemeinsame Diskussion zu dem Aussehen unsere Zukunft hier in der Region, Chancen und Risiken von sozialen Medien aber auch ganz praktisch Backen, Kochen, Permakultur, Tera Preta herstellen… Eine Lesung mit einer/m Autor*in aus der Region ist auch gewünscht.

Es war am Ende nochmal wichtig, die Ziele des Vernetzungstreffen/Sommercamp klar zu nennen. Wir wollen unser Netzwerk entwickeln und festigen, uns weiterbilden, um Ziele des Projekts zu erreichen: konkrete Aktionen in der Zukunft auf die Beine zu stellen. Also müssen wir bei dem nächsten Termin überlegen, in welchen konkretere Richtungen unsere Veranstaltung gehen wird und uns auf Aktivitäten und Workshopsthemen zu einigen.

Wir werden uns also online am 19.02 (um 18 Uhr) treffen.
https://meet.jit.si/GehenBleibenWiederkommenHerkommen_JungeMS

Beim ersten Treffen hatten wir uns einen idealen Tag in der Mecklenburgischen Schweiz  vorgestellt. Beim zweitem Treffen am 27. November ging es um konkrete Themen, mit denen wir uns in Zukunft beschäftigen wollen. Mit dabei waren diesmal junge Menschen, die gerade weggehen zum Studieren, andere, die schon weg sind, und sich überlegen zurückzukommen, und auch solche, die den Schritt zurück bereits gegangen sind, weil ihn die Natur und die Landschaft gefehlt haben, und die sich fragen, welche Perspektive sich für sie hier eröffnet und wie sie Gleichgesinnte finden.

Was ist besonders wichtig, wenn wir hier bleiben, hierher zurückkommen oder zum ersten Mal hierher ziehen wollen? An erster Stelle stehen sicherlich Arbeitsplätze. Diese sollten sinnvoll und nachhaltig sein. Es gibt ja bereits einige interessante Betriebe im Bereich Nachhaltigkeit, Läden und Geschäftsideen wie etwa Milchtankstellen, Second Hand Läden, regionale Lebensmittelvertriebe. Diese sollten aber sichtbarer sein. Vielleicht müssten auch noch stärker als bisher bereits in der Schulzeit und kurz danach Möglichkeit geschaffen werden, um sich hier ausbilden zu lassen oder berufliche Perspektiven in der Region zu entwickeln.

Auch die Mobilität stellt ein zentrales Thema dar. Sollten eingestellte Zugverbindungen wieder aufgenommen werden, oder gibt es andere Alternativen zum Auto wie beispielsweise Sammeltaxis? Könnte man mit entsprechenden Mobilitätskonzepten nicht auch den Wohnungsmarkt in Rostock entlasten und von hier aus studieren und arbeiten?

Wie schon im ersten Treffen wurde auch die Bedeutung kultureller Orte und Zentren betont. Es geht dabei nicht nur um das Programm, sondern auch um Orte, an denen man sich treffen, austauschen und diskutieren kann. Das Schaffen von Gemeinschaft ist wichtig, und dazu muss nicht immer alles neu erfunden werden. Das Vereinswesen könnte eine wichtige Rolle spielen, aber die Vereine müssten auch Neuem und Neuankömmlingen gegenüber offen und einladend sein. Angebote wie die Moorbauern, in denen sich Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Lebenserfahrungen wiederfinden, sind erste gute Beispiele. Aber es gibt insgesamt noch zu wenig Angebote für junge Menschen. Nicht selten wird die Erfahrung gemacht, dass sich Politik und Verwaltung eher Veränderungen verschließt und Entwicklungen bremst und Bedürfnisse und Ideen junger Menschen zu selten Berücksichtigung finden.

Die laufende Petition mit über 250 Stimmen zum Erhalt des Malchiner Kinos als soziokulturelles Zentrum zeigt wie wichtig die wenigen verbliebenen kulturellen Orte sind. In den über 150 Kommentaren zur Petition werden die Gründe nachvollziehbar. Es geht um den Erhalt von Orten, die  durch kurze Wege und Bezahlbarkeit Teilhabe ermöglichen, die unterschiedliche Generationen ansprechen und Erinnerung, Tradition und Geschichte haben. Werden sie durch Blockbusterkinos verdrängt und zählt am Ende nur das Geld, geht ein Stück Identität der Stadt verloren. Auch das ein Faktor für das Zurückkommen: „Weil ich bald in die Region Malchin zurück ziehen werde und mich natürlich über ein Kino freue! Da war ich schon als Teenie“, heißt es in einem der Kommentare. Ohne diese Orte drohe das „Sterben der  Kultur im ländlichen Raum“. Dann könne man „in Malchin gleich mal die Gegwege hochklappen“, denn was „hat Malchin denn sonst noch zu bieten, wenn alles abgemanagt wird !?“.

Das Kino Malchin zeigt auch, dass das Herz solcher Begegnungsorte die Menschen sind, die sie mit viel Engagement betreiben und die Verbindungen zu anderen Gruppen und Einrichtungen. So hat das Kino immer wieder die Möglichkeit geschaffen, dass Initiativen, Vereine und Schulen das Programm mitgestalten. Es bräuchte, so auch der Tenor der Diskussion zur Anziehungskraft der Region für junge Menschen, gerade in den kleinen städtischen Zentren wie Teterow und Malchin Räume und Orte, die junge Menschen mitgestalten und mitnutzen können. Veränderungen muss ja nicht unbedingt bedeuten, den Leuten etwas völlig Neues hinzustellen. Es gelte auch, an Bestehendes anzuschließen und Menschen unterschiedlicher Generationen und mit unterschiedlichen Lebenserwartungen einzubinden und die Traditionen und die Geschichte der Region und einzelner Orte zu berücksichtigen.

Die an der Diskussion Beteiligten waren sich einig, dass sie nicht nur zeitlich begrenzte Projekte durchführen wollen, sondern an etwas mitwirken möchten, das Bestand hat. Um weitere Interessierte einzubinden und gemeinsam zu überlegen, wie das aussehen kann, soll es 2021 ein Sommercamp mit kulturellem Programm, Gesprächsrunden und eingeladenen Gästen geben, um konkrete Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Um dieses vorzubereiten wollen wir uns das nächste Mal am 15. Januar (online) treffen.

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Am 9. Oktober haben wir uns das erste Mal mit einer kleinen Gruppe junger Menschen aus der Mecklenburgischen Schweiz im Projekthof Karnitz getroffen. Wir wollten uns gemeinsam darüber austauschen, warum junge Leute die Region verlassen, und was es bräuchte, damit sie wiederkommen oder auch damit andere Menschen hierherkommen, damit wir gemeinsam die Zukunft der Region mitgestalten.

Schon beim Poetry Slam im September in Karnitz ging es darum, dass die Mecklenburgische Schweiz „Fluch und Segen“ sein kann. Und was heisst „Heimat“; das wo man herkommt oder das wo man sich zuhause fühlt.  Zumindest hinterm Netto in Demmin werde die Heimat „abwechselnd ausgeschildert als Reichszone und geistreiche Zone“ (Baldo Kabuß). Es gelte aber den Heimatbegriff nicht den „Ausgrenzern“ zu überlassen. Wir müssen uns hier einbringen, um die Vielfalt zu erhalten, zu kultivieren, und sie gegen die „rechten Seufzer nach der ländlichen Scholle“ (Tim Urbanek) zu verteidigen. An diesem Abend wurde  klar, dass – auch wenn es nur einen Bus in die Stadt gibt, die Laternen um 10 ausgehen, und Youtube noch bei 144p wackelt – Mecklenburg eben nicht die Gegend sein muss, wo man einschläft ohne es zu merken. Es war ein Aufruf dazu, sich zu bewegen,  sich einbringen, neue Leute kennenzulernen und Perspektiven zu wechseln.

Wir haben uns gefragt: Wie können junge Menschen jetzt schon Möglichkeiten und Perspektiven schaffen, um hier zu bleiben, um später hierher zurückzukommen oder um andere Menschen diese Landschaft als Lebensmittelpunkt für sich entdecken zu lassen. Welche Kultur- und Freizeitangebote können wir uns vorstellen, welche Formen der Mobilität und der Bildung brauchen wir für uns und unsere Kinder, was für Arbeitsplätze müssen für die Zukunft entwickelt werden und was können wir jetzt schon dafür tun, für eine vielfältige und zukunftsfähige Mecklenburgische Schweiz, von der wir ein Teil sind?

Wir wollen diese Diskussion gerne mit weiteren Interessierten fortsetzen. Wir haben uns überlegt, dass wir uns regelmäßig (vielleicht alle 2-3 Monate) treffen: je nach Möglichkeit vor Ort oder auch online für die, die woanders Studieren oder Arbeiten. Unser Ziel ist es, uns zu organisieren, gemeinsam aktiv zu werden, einzelne konkrete Projekte umzusetzen und uns für bestimmte Veränderungen in der Mecklenburgischen Schweiz auch politisch einzusetzen und als junge Menschen hier eine Stimme zu haben.

Diese Treffen werden von uns selbst organisiert. Der Projekthof Karnitz kann uns mit Räumen für Treffen und für Programme unterstützen sowie. Er kann uns auch helfen bei der Planung und Umsetzung einer Art Sommerschule, die wir gerne im nächsten Jahr organisieren würden, um sich zu treffen, auszutauschen und Ideen zu entwickeln.

Unser nächstes Treffen ist am:
Freitag, den 27.11. um 18 Uhr

 

Zusammenfassung unserer ersten Diskussion

Klar, junge Menschen gehen nach der Schule Weg aus der Gegend, um neue Erfahrungen zu sammeln, um andere Menschen sowie neue Perspektiven und Sichtweisen kennenzulernen. Sie gehen nicht nur nach Neubrandenburg, viele zieht es auch weiter weg und in größere Städte. Dort finden sie, was sie in Malchin, Dargun oder Güstrow vermissen: Konzerte, Ausstellungen und Orte zum Feiern; Input, den es so auf dem Land nicht gibt. Dennoch können sich viele vorstellen, nach dem Studium und den ersten Berufserfahrungen zurückzukommen. Sie hängen an der Landschaft, an ihren Freunden und haben Sehnsucht nach Orten ohne Menschenmengen. Manche bleiben auch ganz bewusst hier, selbst wenn man in MV oft weniger verdient als andernorts. Sie suchen die Nähe zur Familie, wollen sich aktiv in ihrer Community einbringen, haben Freunde und Vereine hier.

Für viele ist der Job die größte Herausforderung. Was soll man hier machen? Wovon die Rechnungen zahlen? Was für Möglichkeiten gibt es überhaupt nach dem Studium, wenn man nicht zur Bank oder in die Verwaltung will? Oder muss man sich diese Arbeit oder ganz neue Arbeitsformen erst selber schaffen? Wie kann sinnvolle Arbeit hier aussehen? Und was bräuchten wir neben dem Job noch, um hierzubleiben, zurückzukommen oder hierherzukommen?

Wir wollen in den Dörfer nicht nur für uns alleine leben, sondern Gemeinschaften aufbauen und zusammenarbeiten. Wenn es nicht ausreichend Kitas und Schulen gibt, dann müsste es Möglichkeiten geben, sie selbst aufzubauen. Eigene Autos bräuchten wir nicht, wenn es ein Car-Sharing-System gebe, ausreichend Fahrradwege und die alten Bahnverbindung wieder aufgenommen würden. Wir brauchen hier keinen Massentourismus wie an der Müritz, sondern eher einen sanften und naturnahen Tourismus. Warum sollten nur ältere und reiche Leute aus Hamburg, Berlin und München hier die alten Gutshäuser sanieren? Das bringt der Region nur wenig. Können wir nicht selbst gemeinschaftlich günstigen Wohnraum für uns schaffen? Können wir nicht wieder Dinge vor Ort selbst produzieren?

Mit den derzeitigen Dürrephasen spüren wir heute schon, dass der Klimawandel nicht einfach an MV vorbeiziehen wird. Wir müssen Gelegenheiten schaffen, damit wir uns aktiv für die Umwelt einbringen können. Mit Wiederaufforstungsprogrammen und der Wiedervernässung der Moore könnte wir dazu beitragen, dass das hier nicht in wenigen Jahren zur Steppe wird. Dazu müssen wir auch neue Institutionen schaffen. Bräuchten wir nicht so etwas wie ein Umweltbauamt vergleichbar zum Tiefbauamt? Wir wollen aber auch nicht nur arbeiten. Wir brauchen auch eine vielfältige Kultur, Freizeit und Freundschaften, Möglichkeiten uns einzubringen und Orte, um gemeinsam zu Feiern.

Wie könnte ein idealen Tag in unserer Mecklenburgischen Schweiz aussehen?

Wir schlafen aus und gehen erst einmal vor die Tür, um für das Frühstück und für unsere Kollegen Obst und Gemüse aus dem Garten zu ernten. Den Rest ergänzen wir durch regionale Produkte vom Markt in Teterow oder er kommt aus dem „Fretbüdel“, den uns die MeckSchweizer vor die Haustür gestellt haben. Wir genießen die Aussicht über die wiederbewaldeten Hügel. Die Monokulturen aus Mais und Raps wurden ersetzt durch eine Landschaft aus Hecken und Baumreihen. Hier wird nicht mehr für die Biogasanlage produziert, sondern hier  wächst Obst, Gemüse und Getreide für die Region. Wir haben die Mühlen erhalten können, um Mehl, Öle und Senf vor Ort herzustellen. Die Kinder fahren mit Bus und Bahn in den Waldkindergarten oder in die Waldschule. Wir arbeiten am Vormittag und am Nachmittag, aber nicht mehr als 35 Stunden in der Woche. Mittags pflanzen wir gemeinschaftlich Bäume, legen Hecken an und schaufeln Kanäle für die Wiedervernässung der Moore. Wir kommen frühzeitig nach der Arbeit nachhause und können noch etwas im Garten arbeiten. Das lange Pendeln an den Arbeitsplatz ist Geschichte. Abends treffen wir uns dann mit unseren Leuten, und es geht zu einem Kulturabend mit Theater oder Konzert nach Karnitz oder zu den Moorbauern. Das Bier kommt aus der eigenen kleinen Brauerei. Nach hause geht es mit dem Nachtzug auf der Strecke Malchin nach Dargun oder wir teilen uns einen Shuttle. Dann fallen wir zufrieden ins Bett. In der dunklen Nacht sehen wir die Sterne und genießen die Stille.

Internationale Sommeruniversität – Kommunizieren für die Zukunft

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Seit 2009 findet auf dem Campus Karnitz die Internationale Sommeruniversität statt und setzt die thematische Reihe Transmedia Storytelling | Kultur des Klimawandels fort. Umwelt- und NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen arbeiten zusammen mit PraktikerInnen aus Film, Neuen Medien und

Seit 2009 findet auf dem Campus Karnitz die Internationale Sommeruniversität statt und setzt die thematische Reihe Transmedia Storytelling | Kultur des Klimawandels fort.

Umwelt- und NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen arbeiten zusammen mit PraktikerInnen aus Film, Neuen Medien und Storytelling. Ihr Ziel ist, Menschen, die sich beruflich mit der Kommunikation von Nachhaltigkeit und Klimathemen befassen, den Zugang zu Neuen Medien und innovativen Kommunikationsformaten zu eröffnen.

Die Weiterbildungen dauern jeweils 5 Monate und sind  als Blended Learning organisiert.

Weitere Informationen
Website: Climate Culture Communications Lab (ccclab)
Ansprechpartner*in: Martina Zienert

Den Zirkus ins Dorf holen

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Das Vorhaben: Ein Zirkusfest der Vielfalt, der Gemeinschaft und der Zirkus-Kunst in der Region Malchin! Unter dem Motto: Mit offenen Augen von der Zukunft träumen. Dafür kommen Reisende u.a. des Circus Barlay und Bürger*innen (Private) zusammen.

Den Zirkus ins Dorf holen

Ein gesellschaftpolitisches Zirkusfest

Das Vorhaben: Ein Zirkusfest der Vielfalt, der Gemeinschaft und der Zirkus-Kunst in der Region Malchin! Unter dem Motto: Mit offenen Augen von der Zukunft träumen. Dafür kommen Reisende u.a. des Circus Barlay und Bürger*innen (Private) zusammen.

In mehreren Erzählcafés erzählen Artist*innen und Mitwirkende hinter der Manege Geschichten vom Zirkus. Eine gute Möglichkeit für Private in die Zirkuswelt einzutauchen. Und für Reisende ihre Geschichte und ihre Perspektive vom Leben als Reisende und dem Zusammenleben in Gemeinschaft zu zeigen. Die Erzählungen von stetigen Wandel, von Diskriminierungserfahrungen und der Idee einer offenen Gesellschaft werden gesammelt und bilden die thematische Basis für das Zirkusfest im Herbst.

Mit weiteren Veranstaltungen, wie einer Kinoreihe „Circus“ im Kino Malchin, soll das Zirkus-Fieber größere Kreise in der Region Malchin ziehen und weitere Geschichten gesammelt werden.

Im Herbst 2020 findet das Projekt seinen krönenden Abschluss in einem mehrtägigen Zirkusfest. Es werden u.a. Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Dort können Artistik und andere Zirkus-Künste erlernt werden. Es wird gemeinsam ausprobiert und geprobt werden, für den Moment und für die finale Aufführung des Zirkusfestes.

Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen beim Zirkusfest mitzumachen!

Laufzeit: 09/2019 – 09/2020
Gefördert durch Fonds Soziokultur und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

Weitere Informationen
Leben, um Circus zu machen
Geschichten vom Circus, hinter der Manege

Ansprechpartner*in: Simone Hieber

Raumpioniere Mecklenburgische Schweiz

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Raumpioniere arbeiten gemeinschaftsorientiert, kultur-und identitätsstiftend. Sie leisten einen sozialen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert, der in vielen Regionen den Zusammenhalt der Bürger/-innen sichert.

In ländlichen Räumen hängen Lebensqualität und Daseinsvorsorge wesentlich von neuen Ideen des Zusammenlebens, des Arbeitens und Wirtschaftens, des kulturellen Lebens und des Lernens ab. Für solche Ideen benötigen wir Raumpioniere. Darunter verstehen wir Akteure, die durch Beteiligung Formen des Lebens und Wirtschaftens die ländlichen Räume tragen und sie zu Gestaltungsräumen machen. Sie arbeiten gemeinschaftsorientiert, kultur-und identitätsstiftend. Sie leisten einen sozialen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert, der in vielen Regionen den Zusammenhalt der Bürger*innen sichert.
Diese Raumpioniere gibt es bereits. Die AG Daseinsvorsorge des Landesfrauenrates Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2014 auf die Suche nach ihnen begeben und daraus eine Wanderausstellung ‚Raumpioniere gesucht‘ gemacht. Das KMGNE hat in Kooperation mit dem Projekthof Karnitz mit dem Projekt Zukunftsstadt Malchin ähnliches verfolgt. Daraus ist eine Bewegung entstanden: Die Zukunftsregion Malchin. Projekte des KMGNE wie die Schule von Morgen  sind aus dieser Bewegung hervorgegangen.
Die Suche nach den Raumpionieren geht im vorliegenden Projekt in ihre Vernetzung über und strukturiert die Initiierung von Aktivitäten. Eine Kommunikationsstrategie bündelt die Kräfte der Raumpioniere in der Mecklenburgischen Schweiz. Sie soll den Weg dafür ebnen, dass Raumpioniere zu gefragten Ideengebern bei Politik und Wirtschaft werden, die wirtschaftliche Impulse für neue lokale Pfade und auch für Startups geben.

Laufzeit: 02/2019 – 01/2021
Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Europäischer Sozialfonds – Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen

Weitere Informationen
Website: raumpioniere.org
Ansprechpartner*in: Martina Zienert

weltoffen – solidarisch – dialogisch (WSD)

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In verschiedenen Formaten, wie Bürgersalons, Ausstellungen, Festivals und Aktionen diskutieren wir und probieren wir, wie im Sinne einer friedlichen und inklusiven Gesellschaft Zusammenleben gestaltet werden kann.

Mit der Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele durch die Vereinten Nationen 2016 wurden zwei zentrale Leitmotive entwicklungspolitischer Arbeit bekräftigt: „Alle Länder sind Entwicklungsländer“ und „Niemanden zurücklassen!“.

In diesem Sinne arbeiten wir im Projekt mit unterschiedlichen Menschen zusammen: Bewohner*innen der Mecklenburgischen Schweiz, darunter ausdrücklich Jugendliche, Lehrende, geflüchtete Menschen, kommunale Akteure. Gemeinsam wollen wir eine nachhaltige und weltoffene Gesellschaft als Chance begreifen und in diesem Sinne handeln.

In verschiedenen Formaten, wie Bürgersalons, Ausstellungen, Festivals und Aktionen diskutieren und probieren wir, wie im Sinne einer friedlichen und inklusiven Gesellschaft Zusammenleben gestaltet werden kann.

Dabei soll ein Gegennarrativ zu Ausgrenzung, Hass und Populismus geschaffen und zu einer nachhaltigen Lebensweise angeregt werden.

Das WSD-Programm fördert 17 Vereine und Initiativen in Ostdeutschland.

Laufzeit: 01/2019 – 12/2021
Gefördert die Stiftung Nord-Süd-Brücken, das BMZ und Engagement Global im Rahmen des Programms Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch (WSD) sowie der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

Ansprechpartner*innen: Dennis Burmeister

einskommafünfgrad

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Malchin schreibt seine eigene Geschichte wünschenswerter Zukünfte fort. Wer hätte das gedacht. Als Malchin im Wettbewerb Zukunftsstadt die zweite Runde verpasste, rückte die Umsetzung vieler geplanter Ideen in doch eher weite Ferne. Doch Malchin, der Projekthof Karnitz und das KMGNE blieben dran. Die Entwicklung einer Bürgerstiftung und einer Bürgerzeitung folgten. Mit viel Energie und Herzblut wurde weiter an der Zukunft der Region gearbeitet. Jetzt kann einer der Ursprungpläne fortgesetzt werden und Karnitz wird zum Lernort für Klimaschutz und ein offener Treffpunkt für Initiativen und Interessierte an der Klimabewegung und vernetzt sich und die Menschen der Region mit Unternehmen, Verwaltung und Pionieren des Klimaschutzes.

Das Projekt „BilaKlim – Bildungslandschaft Klimaschutz“, das vom 01.10.2018 bis 30.09.2020 läuft, stellt Aktionen und Aktive des Klimaschutzes ins Zentrum Malchins und seinen umliegenden Dörfer. Orte, Menschen und Unternehmen der guten Praktiken sollen verbunden, dargestellt und aufgewertet werden.

Karnitz, Neukalen, Malchin und Umgebung haben zwar keine Hochschule. Doch soll nun eine andere nicht weniger wichtige Wissens-, Lern-, und Bildungsinfrastruktur entstehen.
Von essentieller Bedeutung ist weiterhin das Prinzip Teilhabe. Worauf wir hinarbeiten, ist eine Form von Bürgerbeteiligung, -information und -wissenschaft. Die Menschen, die in Neukalen und Umgebung leben, können gemeinsam Klimaschutzmöglichkeiten, Aktionen und Informationen in und für ihre Nachbarschaft und Region entwickeln mit dem Projekthof als Initiator und inhaltlicher Begleiter.

Hierfür werden Geschichten aktiver Bürger*innen gesammelt, Vorschläge für Möglichkeiten des Klimaschutzes im Alltag gemacht, Workshops angeboten und Unternehmen der Region aufgezeigt, die Dienstleistungen im Klimaschutz anbieten. Wenn neue Wissensbedarfe entstehen, werden Expert*innen hinzugezogen. Hinzu kommen Aktionen zum klimafreundliches Kochen, Gesprächsrunden zum Energiesparen und verschiedenen Themenabende. Und wir moderieren.

Parallel pflanzen wir virtuell monatlich Bäume an, die wir dann ganz real im Frühjahr und Herbst in den Dörfern und Ortsteilen oder auf Grundstücken von Privatleuten anpflanzen. Sie kommen aus unserer eigenen Baumschule, die sich im Aufbau befindet.

Auch werden einzelne Geschichten und Informationen medial und kulturell aufbereitet und sollen durch ihre Verbreitung die Selbstermächtigung, Akzeptanz und das Wissen der Bürger*innen in unserer Nachbarschaft vorantreiben – wir machen deren Alltagshandeln sichtbar für alle. Geschichten können sich zudem dann in ganz praktische Aktivitäten des Klimaschutzes und der Stadt- und Raumgestaltung einschreiben: Stadtgärten, Straßenrandbepflanzungen, Grünflächengestaltung, Humusaufbau. Auch damit schreiben wir die Geschichte von Karnitz, Neukalen, Malchin und deren Umgebung fort.

Laufzeit: 10/2018 – 09/2020
FKZ: 03KKW0251
Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und die Norddeutsche Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Weitere Informationen
Website: www.einskommafuenfgrad.org
Ansprechpartner*in: Anne Mette und Thari Jungen

Schule von Morgen

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Mit dem Projekt Schule von Morgen fragen wir, wie sich diese Veränderungen klimagerecht und nachhaltig umsetzen lassen. Anstatt Fakten über Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt nur zu pauken, lernen wir beim Forschen. Es geht uns darum, die Schule von Morgen zu gestalten.

Schule von Morgen

Schüler*innen des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin, der Projekthof Karnitz und das KMGNE erforschen zusammen, wie die Schule von morgen aussehen soll:

Wir leben im Zeitalter des Menschen, dem Anthropozän, in dem wir Menschen unsere Umwelt maßgeblich verändern. Mit dem Projekt Schule von Morgen fragen wir, wie sich diese Veränderungen klimagerecht und nachhaltig umsetzen lassen. Anstatt Fakten über Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt nur zu pauken, lernen wir beim Forschen. Es geht uns darum, die Schule von Morgen zu gestalten. In unserem Forschungsprojekt fragen wir uns: Welche Herausforderungen bringt das Anthropozän für jeden Einzelnen von uns? Wie verändert sich der Schulalltag durch das Anthropozän?

Laufzeit: seit 2017
Gefördert durch das Haus der Kulturen der Welt und die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern

Weitere Informationen
Website: schulevonmorgen.org
Ansprechpartner*in: Joachim Borner

Klangbilder – Dshinnel Bells

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Im Auftrag des KMGNE fanden sich in den Herbstferien 2017 zum dritten Mal Jugendliche auf dem Projekthof Karnitz ein. Der Musiker Christan Kabuß und der Wissenschaftler Joachim Borner arbeiteten mit Jugendlichen, um deren Lebensentwürfe orientierend zu gestalten und zu reflektieren und diese künstlerisch in verschiedene Klangbilder für eine humane Welt zu übersetzen.
Ansatz der Klangbilder-Workshops ist, Arbeitsbereiche aufzutun, in denen Jugendliche
unterschiedlichster Herkunft und Bildungsvoraussetzungen durch ihre Individualität bestimmte gleichberechtigte Startbedingungen haben. Nach der Erarbeitung von Kompositionstechniken  und der Anwendung dieser Kompositions- und Kreativitätstechniken auf das Liedermachen führte der dritte Ferien-Workshop der Reihe Klangbilder das Erlernte in einem „Soundspiel“ zusammen.
Der Begriff für unser Werk aus selbst komponierter Musik, Klängen und darstellerischen Elementen, leitete sich von zwei der Schnittstellen unseres Workshop-Lernexperiments her – Klängen und Spiel. Diesmal war unsere Arbeit gezielt räumlich-netzwerkartig strukturiert, auf verschiedene wiederkehrende Schnittpunkte in der Organisation unserer Thematik – unseres Lebens – bezogen.

Sehen Sie hier die Aufführung

Zur Halbzeit der Herbstferienfreizeit haben wir von Christian Kabuß erfahren wollen, was es mit dem „Soundspiel“, so der Titel, eigentlich auf sich hat: „Die Vorgabe im Workshop ist, uns mit dem Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, zu beschäftigen. Das ist unser eigenes Leben – wir können von unseren eigenen Erfahrungen ausgehen. Hoher Anspruch wird nun, ‚unser‘ Anthropozän irgendwie einzuordnen oder mit einer Grundstruktur zu versehen.“

Laufzeit: 10/2017 – 12/2017
Gefördert durch das Programm Kultur macht stark
Lokale Bündnispartner: KMGNE, Sozialwerk der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Malchin Teterow e.V., Kultur für Lelkendorf e.V.

Weitere Informationen
Soundspiel unseres Lebens – „Right Here Right Now“
Spiel, Kunst und Komposition

Ansprechpartner*in: Martina Zienert

Klangbilder – Walk of Life

test 4

Jugendliche unterschiedlicher Weltkulturen sagten: Wir messen uns in der Osterferien-Freizeit mit dem großen Zauberer west-östlicher Dichtkunst und und begegnen dem alten Thema des Osterspaziergangs mit neu belebendem Blick.

Wieder fanden sich Jugendliche in den Osterferien 2017 auf dem Projekthof Karnitz ein, um ihre Lebensentwürfe in ihrer Umwelt mit dem Musiker Christan Kabuß und dem Wissenschaftler Joachim Borner zu reflektieren und diese künstlerisch in Klangbilder zu übersetzen. Jugendliche unterschiedlicher Weltkulturen sagten:

„Wir messen uns in der Osterferien-Freizeit mit dem großen Zauberer west-östlicher Dichtkunst und und begegnen dem alten Thema des Osterspaziergangs mit neu belebendem Blick.“

Ansatz der Klangbilder-Workshops ist, Arbeitsbereiche aufzutun, in denen Jugendliche
unterschiedlichster Herkunft und Bildungsvoraussetzungen durch ihre Individualität bestimmte gleichberechtigte Startbedingungen haben. Nach dem ersten erfolgreichen Ansatz im vergangenen Jahr– anhand eines selbst entworfenen Systems grafischer Notation mit Klängen experimentieren und komponieren – wurde diesmal ein gemeinsamer Bereich der lebensweltlichen Naturererfahrung geschaffen und deren Bezug zur je eigenen Musikalität erforscht.

Drei Lieder aus dem Mischwald

Laufzeit: 04/2017 – 10/2017
Im Auftrag des KMGNE; gefördert durch das Programm „Kultur macht stark“ des BMBF

Weitere Informationen
Drei Lieder aus dem Mischwald – Dokumentation
Ansprechpartner*in: Martina Zienert