05.-9. Mai
Narrative – Sprache und Bilder – Framing – Narrationen und Erzähllinie
Anmeldung: info@kmgne.de
Format: Inputs mit Workshop im Rahmen der Sommeruniversität 2025
Montag 5.5.2025
10:00 Uhr, Dr. Joachim Borner (KMGNE)
Narrative des Anthropozäns. Was sind Narrative? Und was ist das Anthropozän? Welche „Funktion“ haben Narrative, Ihre Reproduktion durch Erzähllinien; das Framing. Was hat das mit futures literacy zu tun?
Dienstag 6.5.2025
10:00 Uhr, Ephraim Broschkowski (CMF)
Wissenschaftskommunikation durch audiovisuelles Erzählen; Zukunft als Reference für heute; Werkstattbericht der Climate Media Factory: Kommunizieren mit Video, Audio, Games
14:30 Uhr,Eike-Christina Barth (Sozial- und Medienpädagogin)
Zukunftsbilder
Mittwoch 7.5.2025
10:00 Uhr,Dr. Ernst Wagner (AdK München)
Iconische Narrative. Bilder- und Wahrnehmungsgeschichten
Donnerstag 8.5.2025
10:00 Uhr, Prof.Dr. Ranty Islam (Medienuiversität)
Generative KI in der Content-Produktion – Case-Studies + eigene Erfahrungen der TN; Chancen und Herausforderungen; KI und Narrative – Authentizität, Intention und Wirkung
Freitag 9.5.2025
10:00 Uhr,Theresia Crone (Influencerin)
Social media 1: Logiken von TikTok und „meine“ Art dort politischen Content einzubringen
11:30 Uhr, Dennis Chiponda (taz-podcast: Mauerecho)
Social media 2: Aussenseiterthemen im Diskursraum (Beispiel Osten)
Komponist Michael Jary und Texter Bruno Balz waren über 40 Jahre lang das produktivste und erfolgreichste Duo des deutschsprachigen Schlagers und Kinos. Ihre Lieder wie „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ oder „Davon geht die Welt nicht unter“ (beide 1942) machten Zarah Leander musikalisch zum Weltstar. Die 250 Kinofilme, zu denen sie die Musik beisteuerten, reichen von eleganten Komödien der Weimarer Zeit über ambivalente Melodramen im Dritten Reich bis zu Filmen in den Wirtschaftswunderjahren. „Im Schatten der Träume“ erzählt das bewegte Leben der beiden Künstlerfreunde – zwei Biographien, die selbst das Drehbuch für ein Melodram liefern könnten. Balz war als schwuler Mann ein Verfolgter des NS-Regimes und entging dem Konzentrationslager nur durch die Intervention von Jary, der angab, ohne seinen Texter die vom Propagandaministerium geforderten Lieder für den Film „Die große Liebe“ (1942) nicht liefern zu können.
Regisseur Martin Witz kombiniert Szenen aus bekannten Spielfilmen mit privaten Fotografien, seltenen Interviews und Erinnerungen von Zeitzeug:innen. Expert:innen wie der Musikhistoriker und Unterhaltungskünstler Götz Alsmann erklären kenntnisreich und hintergründig die Entstehungsgeschichten der weltberühmten Lieder und Filme – und warum die Musik von Jary und Balz so verblüffend zeitlos ist.
Eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Populärkultur, die mit Swing, frechen Berliner Chansons und Liebesliedern einen weiten musikalischen Bogen spannt, aber auch im politischen und gesellschaftlichen Kontext kritisch über „Unterhaltung“ und Ideologie nachdenkt.
