Rüdiger Schmidt spuckts aus

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entstand im Feriencamp Comic for Future 2022. Innerhalb einer Woche zeichneten die Teilnehmer*innen ein 16-seitiges Comic.Die Herausforderung war groß

Es ging – im Workcamp in Karnitz – um das Zeichnen eines Comics. Also um kulturelle Bildung. Nun ist unser genereller Ansatz der, künstlerische Kompetenzentwicklung mit Themen und Lernmethoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verbinden. Und das aus naheliegenden Gründen: Bei BNE geht es in besonderer Weise um die Entwicklung von Gestaltungskompetenzen, für das sich Vorstellen, Entwerfen und „Herstellen“ von nachhaltigen Zukünften. Das ist keine reine Kopfarbeit, das schließt Gefühle, ästhetisches Wohlbefinden und körperliches Agieren mit ein und findet genau in künstlerischen Aktionen seinen Übungsraum. Umgekehrt liefert BNE eine Vielzahl realweltlicher Themen, die hervorragend den Stoff, den Inhalt für künstlerische Darstellungen bereitstellen.

Der wesentliche Grund ist aber auf einer zweiten Ebene angesiedelt. Kulturelles Lernen ist nicht nur das Erwerben von spezifischen Darstellungskompetenzen. Ihm ist das Erzählenlernen vorgelagert; denn Gestaltungsprozesse sind ja Gestaltungen von „was“ und schließen Gründe und Zwecke ein. Es sind also Erzählungen. Erzählungen erzählen zu können, die von möglichen nachhaltigen Lebensformen handeln, ist auch entscheidender Bestandteil der BNE. Im Gegensatz zu reinen Fakten sind Erzählungen viel eher in der Lage, handlungsorientierende Vorschläge für veränderte Konsumweisen zu vermitteln. Denn sie erfassen lebensweltliche Ganzheit, alltagskulturelle Routinen und Gewohnheiten. Wir haben das Erzählen schließlich zu einer kollektiven Aufgabe gemacht: Gemeinsam nach einer Geschichte zu suchen und sie auszugestalten, lebendig zu machen – war die Herausforderung.

Die Ganzheitlichkeit war der zweite Ansatz in Karnitz: Die Verbindung von Inhalten – was bei uns  Ernährungsfragen waren, mit der Ansiedlung in einem Lernort, der nachhaltige aufgebaut ist und mit regenerativer Energie, Klärbeet und Terra Preta-verarbeitung der Küchenabfälle funktioniert, in dem die Nahrungsmittel aus dem Klimagarten kommen und zusammen zubereitet werden, mit der Zweit-Nutzung von gebrauchten Gestaltungsmaterialien. Und nun?

Comic for Future war darin ein genau passendes Ferienworkcamp. Innerhalb einer Woche zeichneten die Teilnehmer*innen ein 16-seitiges Comic mit dem Titel „Rüdiger Schmidt spuckt ́s aus“. Die Herausforderung war groß, denn es musste sowohl eine Geschichte gemeinsam erdacht, als auch in  Comic-Figuren und Handlungsverläufe dargestellt werden. Zudem war es nötig, sich detaillierter über den Zusammenhang von Klimawandel und Ernährung kundig zu machen. Und so war auch der Einstieg: Erzählwerkstatt und Klimarunde mit Dr. Joachim Borner. Es folgte das Gestalten. Gezeichnet wurde in einem Zeichner*innen Kollektiv, d.h. alle waren an allen Prozessen beteiligt, jede*r brachte sich mit ihren/seinen Fähigkeiten ein. Im Anschluss an die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel wurde das Thema im Comic wieder aufgegriffen. In der Geschichte droht eine Klimakatastrophe, die auf originelle Art und fast zufällig abgewendet wird.

Das Comic entstand im Prozess. Zunächst wurden in Jam-Sessions Charaktere entwickelt. Eine Auswahl wurden erneut gezeichnet, weiter entwickelt und so zu eine Grundlage der Geschichte. Gezeichnet wurde mit Buntstiften in den Grundfarben, Fineliner und Bleistift. Ziele: Der Workshop baute auf das gemeinsame Arbeiten und Austauschen. Es war in allen Prozessen wichtig, sich abzustimmen, zusammen zu arbeiten, die eigene Arbeit und die der anderen zu respektieren und Kompromisse zu finden. Dies ist während der gesamten Woche gelungen. Ein weiteres Ziel war es, sich auf das Thema Klimakrise und allem was damit persönlich verbunden ist, einzulassen: kreativ und konstruktiv. Auch das ist gelungen. Denn zu den Malzeiten wurde gemeinsam gekocht und zum Ende der Woche wurde Zuchini, Mangold und Tomate mit Begeisterung und mit Professionalität zubereitet – nicht mehr nur Fleisch.

Kontakt
info@projekthof-karnitz.de

Laufzeit: 06- 08/2022
Gefördert durch Mittel des BMBF im Rahmen von Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung – Wir können Kunst -BBK – Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.

Das Ländliche wagen – 90 Vorschläge für den Ländlichen Raum

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Junge Menschen entwickeln ein Konzept für die Erstellung und Verbreitung von verschiedenen Medien- und Kulturformaten, um im Kontext von Klimakrise und dringenden Fragestellungen der Daseinsvorsorge in der Region wirkungsvoll zu intervenieren.

Das Projekt ermöglicht  Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Mecklenburgischen Schweiz die Möglichkeit zum Empowerment  und die Unterstützung in ihrem Schaffen.

Ein „Melting Pot“ an selbstorganisiertem kritischen Denken und Kreativität strukturierte sich und junge Menschen entwickelten  das konkrete Konzept für die Erstellung und Verbreitung von verschiedenen Medien- und Kulturformaten, um im Kontext von Klimakrise und dringenden Fragestellungen der Daseinsvorsorge in der Region wirkungsvoll zu intervenieren.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Lebensrealitäten Jugendlicher in einer globalen Welt, durchdringend und immer abgefedert mit einer Portion Ironie.

 

Die Hütte brennt und auch das wird noch verzockt. Diesen Spielregeln glaubt ernsthaft keiner mehr. Fast gnädig schauen Schüler*innen auf diese fossile Kultur. Den gewünschten Krieg gegeneinander spielen sie nicht mit – beim Klimawandel und anderswo.

 

Diese Plakatserie entstand kurz vor der Bundestagswahl im Sommer 2021.  Bei der Betrachtung der Wahlplakate fiel auf, dass unsere Stimme, die der Jugendlichen auf dem Land, einfach nicht vorkam, unsere Interessen, Wünsche, Ideen und Sorgen nicht repräsentiert wurden. Wir entwickelten also eine eigene Wahlkampagne unter dem Titel
„IHR KÖNNT UNS NICHT WÄHLEN: WIR KÖNNEN EUCH NICHT WÄHLEN.“*
*Wir sind unter 18

 



 

Ein Herausforderungskatalog
Das Ländliche wagen – 90 Vorschläge für den Ländlichen Raum

Weitere Informationen
Projektleitung/Ansprechpartner*in: Joachim Borner

Laufzeit: 1 – 09/2021
Gefördert durch den Fonds Soziokultur und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Weltoffen solidarisch dialogisch in 40 Sekunden

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Anlässlich des/r …. hat der Projekthof Karnitz eine Sonderedition zu Aspekten von Weltoffenheit, Solidarität und Dialog zusammmengestellt.

Weltoffen solidarisch dialogisch in 40 Sekunden

Karnitz 9

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Karnitz 9

Es wird einmal – 20 Jahre Nachhaltigkeitskommunikation

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„Kann Nachhaltigkeit zur Marke werden?“ Diese Frage entstammt dem Buch „Nachhaltigkeit in 50 Sekunden“ aus dem Jahr 2003. Das ist lange her. Heute wissen wir: Und ob sie das kann. Und Marken werben mit ihrer Nachhaltigkeit – mehr denn je. Seit 20 Jahren setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene in Sommeruniversitäten und Workcamps filmisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander – auch kritisch

Es wird einmal – 20 Jahre Nachhaltigkeitskommunikation

 

„Kann Nachhaltigkeit zur Marke werden?“ Diese Frage entstammt dem Buch „Nachhaltigkeit in 50 Sekunden“ aus dem Jahr 2003. Das ist lange her. Heute wissen wir: Und ob sie das kann. Und Marken werben mit ihrer Nachhaltigkeit – mehr denn je.

COOL – Change of our Life

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Seit 2005 hat in unseren Zusammenarbeiten mit Schüler*innen des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin die inhaltliche, musikalische und auch filmische Auseinandersetzung mit Themen wie Migration, Arbeit und Klimawandel im Mittelpunkt gestanden.

Die in den Musikvideos entstandenen Ansätze neuer Narrative erweisen sich mit Blick auf das Jahr 2020 immer noch als ungeheuer kraftvoll.

COOL – Change of our Life

Seit 2005 hat in unseren Zusammenarbeiten mit Schüler*innen des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin die inhaltliche, musikalische und auch filmische Auseinandersetzung mit Themen wie Migration, Arbeit und Klimawandel im Mittelpunkt gestanden.

Klangbilder

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In Ferienfreizeiten auf dem Projekthof wird das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ zu „Kultur macht UNS stark“ umgekrempelt. Jugendliche sagen, wir sind so stark, dass wir das können, was Bach oder Beethoven oder unsere Lieblingskomponisten können. Wir  bringen einfach nur unsere eigenen Stärken ein.

Entdecken Sie Remplin

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Im Sommer 2016 begibt sich das Team der Animationswerkstatt unter Leitung der Kunstvermitterin und Zeichnerin Kristin Meyer für eine Woche das Dorf Remplin, um die Idee einer Werbeagentur umzusetzen. Produziert wurden Digitale Postkarten, die via Twitter und Facebook versendet werden können.

Entdecken Sie Remplin

Im Sommer 2016 begibt sich das Team der Animationswerkstatt unter Leitung der Kunstvermitterin und Zeichnerin Kristin Meyer für eine Woche das Dorf Remplin, um die Idee einer Werbeagentur umzusetzen. Produziert wurden Digitale Postkarten, die via Twitter und Facebook versendet werden können.
Fragen, die den Prozess begleiteten, waren u.a.: Wie sehen Rempliner ihr Dorf? Was sind ihre Wünsche, Erinnerungen, Befürchtungen? Deckt sich das mit unseren Eindrücken? Wo gehen diese auseinander und wie können wir das in den Sequenzen zeigen? Wie gehen wir mit kritischen Anmerkungen der Anwohner über ihr Dorf um, wenn wir doch „schöne Postkarten“ machen wollen? Lassen wir das einfach weg?

Sehen Sie die Ergebnisse hier!

Erben des Fortschritts

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Über persönliche Interviews und Polaroidphotographien erzählt die Reihe über das Leben in der Mecklenburgischen Schweiz, von den Geschichten ihrer Leute und Orte.

Jedes Jahr kommen auf dem Projekthof Karnitz Umwelt- und Medienleute zusammen, um nach neuen Wegen in der Ästhetik der Nachhaltigkeitskommunikation zu suchen.

2014 wurde in der Werkstatt DocuArts der Internationalen Sommeruniversität mit der Regiseurin und Fotografin Sarah Sandring der Prototyp der Porträtreihe ‚Erben des Fortschritts’ entwickelt, der  2015 und 2016 fortgesetzt wurde. Nun wurden die drei Portraitreihen zusammengeführt und der Öffentlichkeit präsentiert.
Über persönliche Interviews und Polaroidphotographien erzählt die Reihe über das Leben in der Mecklenburgischen Schweiz, von den Geschichten ihrer Leute und Orte.