Sa 19.10. Wir* sind Hier! – Ausstellungseröffnung in der Karnitzer Kunsthalle

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Zur Eröffnung der Ausstellung Wir*Hier! lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust waren am Samstag über 15 Besucher*innen in die Karnitzer Kunsthalle gekommen.

Zur Eröffnung der Ausstellung Wir*Hier! lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust waren am Samstag über 15 Besucher*innen in die Karnitzer Kunsthalle gekommen.

Wir* sind Hier!, das ist, was die Ausstellung selbstbewusst und nonchalant zeigt – Menschen, wie die Dichterin Sybilla Schwarz, den Landwirt R.B., der Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt. Menschen mit anderer sexueller Orientierung, als die heteronormative es vorgibt, die schwul oder lesbisch sind, Menschen mit anderer sexueller Identität, als die Mann-Frau-Dichotomie es vorgibt, leben in Mecklenburg-Vorpommern.

In der Begrüßung von Simone Hieber, Mitarbeiterin des Projekthof Karnitz, stellte sie den Kontext zur Arbeit des Projekthofs her. Eine nachhaltige Entwicklung sei nur begrenzt in den brav durchnummerierten Kacheln der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umzusetzen. Uneindeutiges, Verwobenes, Zusammenhänge, also Leben, würden in Weltanschauungen wie dem lateinamerikanischen Buen Vivir oder dem Erzählen von realen Lebensgeschichten den nötigen Respekt gegeben.

Der Malchiner Bürgermeister Axel Müller bekräftigte in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit, diese Ausstellung hier in der Region zu zeigen, auf dem Land in Karnitz, aber auch in Städten wie Malchin oder Teterow mit regerem Besucherverkehr.

Marek Sancho Höhne, der Projektleiter der Ausstellung, die im Verein Lola für Demokratie entstanden ist, betonte, wie wichtig es sei, die ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten queerer Persönlichkeiten zu erzählen, denn sie seien eben da. Doch gerade in M-V würden sie einfach nicht erzählt. Queere Menschen würden nicht gesehen und hätten nur sehr begrenzte kulturelle und soziale Plattformen in den Städten und Dörfern M-Vs um sich auszutauschen. Wie könne es zu einer Identifizierung kommen, wenn ich keine Möglichkeit habe, über mein Geschlecht und meine Identität zu sprechen? Seine Erfahrungen mit der Ausstellung, die seit 1,5 Jahren durch M-V wandert, erzählen von Menschen, die durch die Ausstellung empowert wurden, sich herauswagten.

Die Ausstellung wird im Anschluss bis Jahresende im Demokratiebahnhof in Anklam zu sehen sein.

 

Bürgersalon Resilienz #2

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20.10.2019

Im Juni 2019 starteten wir die Bürgersalon-Reihe „Resilienz“. Der Resilienz-Experte Harald Kegler führte uns in das Konzept ein. Mit der heutigen Veranstaltung am 01. Oktober mit dem Berater für ländliche Transformation Hans-Albrecht Wiehler setzten wir uns noch eingehender mit der Frage auseinander, wie unsere Region anpassungsfähig gegenüber Schocks werden kann.

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Sa 28.09. Klima und Aktivismus – das war das Jugendkreativfestival 2019

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Am vergangenen Samstag fand auf dem Projekthof nun schon zum fünften Mal das Jugendkreativfestival statt.

Am vergangenen Samstag fand auf dem Projekthof nun schon zum fünften Mal das Jugendkreativfestival statt. Es wurde gemeinsam über relevante Themen in der Klimakrise diskutiert, kleine Zukunftsvisionen zu Postwachstum und postfossile Wirtschaft entwickelt, verschiedene Aktionsformen ausgetestet – konsumkritisches Adbusting ausprobiert, Streetart gemacht, Rhythmen für den Widerstand getrommelt – und in die Nacht hineingetanzt…

Einen Bericht mit Fotos gibt es nun auf der Homepage des Festivals zu lesen/sehen!

 

Niemanden zurücklassen! Positionspapier für eine weltoffene Gesellschaft

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Knapp 90 ostdeutsche und Berliner entwicklungspolitische Vereine und Landesnetzwerke, darunter auch der Projekthof Karnitz, haben angesichts starker rechtspopulistischer, nationalistischer und rassistischer Entwicklungen in unserer Gesellschaft die beigefügte Positionierung erarbeitet bzw. unterschrieben.

01.10.2019

Knapp 90 ostdeutsche und Berliner entwicklungspolitische Vereine und Landesnetzwerke, darunter auch der Projekthof Karnitz, haben angesichts starker rechtspopulistischer, nationalistischer und rassistischer Entwicklungen in unserer Gesellschaft die beigefügte Positionierung erarbeitet bzw. unterschrieben.

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken hat diesen Diskussions- und Arbeitsprozess mitangestoßen. Es ist der Stiftung wichtig, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen sich eindeutig gegen Rassismus und Ausgrenzung zu positionieren und für eine weltoffene, solidarische und nachhaltige Gesellschaft einzutreten.

Dies scheint auch aus entwicklungspolitischer Sicht geboten. Entwicklungspolitik will durch Projekte und Programme direkte Beiträge zur Verbesserung der Situation in den Ländern des globalen Südens leisten, muss sich jedoch auch mit den strukturellen Ursachen von Abhängigkeit, Verarmung, Flucht und Migration auseinandersetzen, um die Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der SDGs weltweit mit schaffen zu helfen. Dies schließt Veränderung unserer eigenen Politiken und Lebensweisen ebenso ein wie einen fairen und solidarischen Umgang mit Menschen, die bei uns Zuflucht oder Lebensperspektiven suchen.

Positionspapier: Niemanden zurücklassen! Für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft – gerade jetzt!