06.-07. Klimaerzählung im Theater

06. Juli und 07.Juli

Symposium im Rahmen des Zero Programms der Kulturstiftung des Bundes und mit Unterstützung von Kultur Land MV

Montag, 06.07.2026

12:00
Ankommen, Mittagsimbiß
13:00
Eröffnung und Begrüßung,  Martina Zienert
13:10
Was soll das, Joachim Borner

13.25
Block I : Der Klimahandprint für künstlerische Dritte Orte (vor allem Theater)
Theaterräume zwischen Ritual und Diskurs, Konsum und Politik – Manuel Rivera

Welche verschiedenen Ansprüche wurden und werden an Theater als öffentliche Räume gestellt? Wie gut sind diese, idealiter und in der Realität aktueller Produktionsstrukturen, miteinander vereinbar? Wenn wir Ansprüche z. B. an die Katalyse von Stadtgespräch (nicht nur, aber auch über Klimakrise und Nachhaltigkeit), oder aber an kooperativeres Produzieren und Programmieren höher gewichten wollen: Was müssen wir dafür ggf. ‚de-priorisieren‘?

In meinem Vortrag will ich solche Fragen nicht ‚beantworten‘, sondern auf Diskussionsfähigkeit hin systematisch zuspitzen. Ich tue dies im Rückgriff u. a.  auf eine eigene (ältere) Studie über deutsche Stadttheater sowie auf (jüngere) teils institutionell, teils projektgeförderte Kooperationen mit verschiedenen Theatern und Orchestern, darunter eine Kurzstudie zu einem Zero-geförderten Projekt (siehe auch hier, S. 28ff.)]

Über Manuel Rivera

Manuel Rivera hat Soziologie, Philosophie und Lateinamerikanistik an der FU Berlin sowie der Nationalen Universität Buenos Aires studiert. Nach seinem Diplom (mit einer Arbeit über Umweltbewusstsein) arbeitete er bis 2007 in Berlin als Referent der Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und zeitweise auch in Brüssel für das Europäische Netzwerk der Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (EEAC). Danach arbeitete er als Schauspieler an verschiedenen deutschen Stadttheatern, bevor er im März 2011 als Mitarbeiter des IASS (heute RIFS) wieder zu Nachhaltigkeitsfragen zurückkehrte. 2015 erwarb er an der Universität Stuttgart den Doktortitel der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit einer Studie über „Theater als politische Öffentlichkeit“.

Am RIFS hat er sich mit Themen beschäftigt, die von globaler Stadtentwicklung über lateinamerikanische Entwicklungsalternativen und die deutsche Energiewende bis zum Naturbegriff im Anthropozän reichen. Vom Mai 2015 bis Dezember leitete er das Programm Ökonomie & Kultur mit, wo er unter anderem eine Studie über Wachstumseinstellungen im Deutschen Bundestag durchführte. Von 2017 bis 2021 leitete er das Projekt „Narrative und Bilder der Nachhaltigkeit“ mit einem Fokus auf wissenschaftliche und politische Nachhaltigkeitsdiskurse. Seit 2021 gilt sein Interesse Rahmen des Projekts „Kunst und Wissenschaft für Nachhaltige Entwicklung“ verstärkt künstlerischen Kommunikations- und Kooperationsformaten.

Breite Demokratie als Zukunftssicherung (wider Rollbacks) – Carla Hinrichs

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Über Carla Hinrichs

Carla Hinrichs war das wohl bekannteste Gesicht der Klimaschutz-Bewegung „Letzte Generation“. Während ihre Mitstreiterinnen mit Straßenblockaden und Attacken auf Gemälde für viel Aufsehen und Unmut sorgten, saß sie als Sprecherin in den Talkshows – und auch vor Gericht. Nach wie vor droht ihr am Münchner Landgericht ein Strafverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Nun hat Carla Hinrichs ein Buch geschrieben: „Meine verletzte Generation. Wie der Staat uns verrät“ heißt es.

Der analoge Ort und die Kommunikation – Ranty Islam

Neue Initiativen im Journalismus versuchen häufig, über das Relevanz-Argument neue Zielgruppen zu erschließen und/oder Sichtbarkeit für unterrepräsentierte Akteure zu erreichen. Das ist sinnvoll und notwendig. Mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, dass ein anderes Problem dominanter geworden ist: die drastisch reduzierte Visibility bei potentiellen Zielgruppen. Oder kurz: Ein journalistisches Projekt kann relevanter als alles Dagewesene sein, es bleibt trotzdem faktisch unsichtbar. In einem algorithmisch druckbetankten und mit KI-Slop gefluteten öffentlichen digitalen Informationsraum wählen User (egal welche Demografie) immer öfter: Abschalten.  Oder metaphorischer: Wenn der Ozean zum Tsunami wird, sieht keiner mehr die Schätze am Meeresgrund.

Was ich im Augenblick für am Vielversprechendsten halte, sind Journalismusprojekte die sich – mindestens in wichtigen Teilen – den klassischen digitalen Verbreitungsformen verweigern und sich damit dem oben genannten Problem entziehen. Beispiel: Die Idee Journalismus auf de Bühne zu bringen – wie Correctiv es mit der Potsdam-Recherche getan hat – ist ein genialer Zug. Er erreicht die Leute dort, wo die digitale Überflutung noch nicht hinkommt: physisch, in der echten Welt. Die Zielgruppe ist zunächst zwar kleiner (150 im Theater…), liefert aber 100% Aufmerksamkeit. Diese Abwägung – Relevanz vs Reichweite vs Aufmerksamkeit wird die zentrale Berechnung sein für neue Journalismus-Projekte.  In der Sache arbeiten wir gerade an einer Koop mit Theatern. Vielleicht auch eine Projektidee für  Karnitz? Lass uns gerne drüber sprechen. Bock auf weitere Projekte mit euch, hätte ich jedenfalls 😉

Über Ranty Islam

Ranty Islam ist Digitalanthropologe und Journalist und versucht beides in der Hochschullehre zusammenzubringen. Zuvor hat er das mehrfach preisgekrönte multimediale Umweltreportage-Projekt „Global Ideas“ bei der Deutschen Welle mit aufgebaut und seit Anbeginn als Redakteur begleitet. Gegenwärtig beschäftigt er sich besonders mit dem Thema Konstruktiver Journalismus und der Rolle von Empathie in neuen journalistischen Konzepten und Medienformaten. Darüberhinaus untersucht er die anthropologischen Grundlagen von Storytelling und die kulturellen Auswirkungen von Big Data.

An der Media University lehrt Ranty Islam hauptsächlich im internationalen Master Digitaler Journalismus. Außerdem leitet er das MediaLab der Media University, einen von Studierenden betriebenen Newsroom und experimentellen Raum für crossmedialen und digitalen Journalismus.

Workshop: Kunst als Überlebensauseinandersetzung

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Über [Name der Person]

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15.30
Pause und Kaffee
16:00
Block II : Das Erzählen ist der künstlerische Handprint – weil er an Narrative geht (kratzt)
Alltagsbilder und die Kunst – Narrative am Punkt Zero – Ernst Wagner

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Über Ernst Wagner

Ernst Wagner studierte an der Münchner Kunstakademie und promovierte in Kunstgeschichte und Philosophie an der LMU. Er war Kunstlehrer an Gymnasien, Fachreferent am ISB München und Internationaler Koordinator am UNESCO-Lehrstuhl für Kulturelle Bildung an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er hatte eine Vertretungsprofessur an der Universität Oldenburg und war als Honorarprofessor an der University of Education in Hongkong tätig. Zudem lehrte er an der Münchner Kunstakademie und verschiedenen deutschen und österreichischen Universitäten. Neben seiner akademischen Tätigkeit ist Ernst Wagner ehrenamtlich aktiv, u.a. im Network of European Observatories (ENO) sowie in weiteren, nationalen und globalen Netzwerken und Initiativen. Er koordinierte das Projekt „Exploring Visual Cultures“ und war Experte der Europäischen Kommission. Derzeit forscht und lehrt er an der LMU München und der FAU Erlangen-Nürnberg zu den Themen internationale und transkulturelle Pädagogik, Kulturelle Bildung und nachhaltige Entwicklung.

Rekonstruktionsprozesse in Narrativen – Joachim Borner

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Über Joachim Borner

Joachim Borner ist Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftler. Er studierte an der Friedrich Schiller Universität Jena und der TU Dresden baute an der Humboldt-Universität Berlin den ersten interuniversitären und transdiziplinären Studiengang Umweltwissenschaften auf, leitete die Akademie am Bauhaus Dessau, arbeitete in der Enquetkommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ des Deutschen Bundestages, gründete das KMGNE und die Internationale Sommeruniversität „Transmediales Storytelling – Klimakultur“. Mit den Universitäten Trontheim und Harvard untersuchte er die Wirksamkeit künstlerischer Klimakommunikation und begleitete den Künstler Michael Pinsky (GB) bei seinem Projekt „Pollution Pods“. Im Rahmen seiner Professur an den Universitäten Bolivariana und UAHC in Santiago de Chile begannen die Arbeiten zum Verhältnis von Narrativ und Narration zu Metamorphosen und Transformationen im Kapitalozän/Anthropozän.

Workshop: Neue Narrative – Tipping Points – Erzählungen

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Über [Name der Person]

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18:00- Pause
19:00 – Abendessen
20:00
Eine Existenzkomödie

Die gemeinsame theatralische Reise zu listigen Geistern, magischen Orten und unbequemen seltsamen Gestalten. Über die Demütigung der Natur durch den Menschen. Eine Landschaft offenbart sich …..

Lagerfeuer
Dienstag, 07.07. 2026
7:30
Frühstück
8:30
Block III : Erzählen durch Theater
Theatral-performative Auseinandersetzungen mit Landschaft: Perspektiven, Strategien und Wirkungspotentiale – Ute Pinkert, UdK

Meine Perspektive ist eine theaterpädagogische, das heißt in vereinfachter Form, dass ich mich vor allem für die Wirkungen theatral-performativer Praxis auf die Handelnden selbst, d.h. die Spielenden, interessiere. Welche Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung zwischen Mensch und Natur (Landschaft) bietet unter einer Perspektive von Nachhaltigkeit bzw. einer Kritik am Anthropozentrismus die Darstellende Kunst? Ich werde in dem Vortrag verschiedene Arten von Landschaftstheater bzw.-performance skizzieren, die in ihrer Verortung jenseits des klassischen Freilufttheaters auf die MitWirkung von Teilnehmenden setzen. Mein Vorschlag wird sein, auf der Grundlage von Beispielen drei grundlegende Strategien von Landschaftstheater zu unterscheiden: populär, partizipativ und performativ. Mein Ziel ist es, ein Spektrum von theatral/performativen Herangehensweisen an die Beziehungsgestaltung zwischen Mensch und ‚Natur‘ vorzustellen und zu differenzieren.

Über Ute Pinkert

Ute Schlegel-Pinkert studierte Germanistik und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. Sie arbeitete in der künstlerischen Leitung des Poetischen Theaters, des Studententheaters der Universität, und als Entwicklungsdramaturgin beim Rundfunk der DDR in Berlin. Nach dem Zusatzstudium der Spiel- und Theaterpädagogik an der HdK Berlin war sie als freischaffende Theaterpädagogin, Journalistin, Regieassistentin und Dozentin tätig. Mitte der 1990er Jahre wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bereich Ästhetische Praxis im Fachbereich Sozialwesen an der FH Potsdam bei Hanne Seitz. Im Zeitraum bis 2004 erarbeitete sie dort verschiedene Produktionen mit Studierenden und Schülern und forschte zu Verfahren der künstlerischen Transformation von Alltagsmaterial in Theaterproduktionen. Ihre Promotion „Transformationen des Alltags“ schloss sie 2004 ab und ging im gleichen Jahr als Juniorprofessorin für Didaktik des Szenischen und Darstellenden Spiels und Theaterpädagogik an die Universität Oldenburg. Seit 2007 ist Ute Schlegel-Pinkert Professorin für Theaterpädagogik in den Studiengängen Theaterpädagogik und Darstellendes Spiel an der Universität der Künste Berlin. In enger Zusammenarbeit mit den Theaterpdagoginnen und –pädagogen der Berliner Theater arbeitet sie an der Schnittstelle von Praxis und Theorie an der Weiterentwicklung einer theaterpädagogischen Fachwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte sind historische und gegenwärtige Konzeptionen von Theaterpädagogik, theaterpädagogische Produktionsdramaturgie sowie Theaterpädagogik im Klimawandel: (politische) Ökologie, Performance und Landschaft.

Intervention – Tobias Rausch, RIFS

Theater als Ort von Repräsentation und Reflexion, als Erfindung von neuen Narrativen und Wirklichkeiten genügt nicht mehr. Der Handlungsdruck der Polykrise verlangt nach unmittelbaren Eingriffen in die Wirklichkeit. Das Spektrum an Möglichkeiten ist groß, und der Grad, seine künstlerische Kraft in politischem Aktivismus zu verschleudern, ist schmal. Wie lässt sich künstlerische Intervention denken, welche Klippen drohen, auf welchen Ebenen lässt sich Wirkung erzielen? Der Theaterregisseur Tobias Rausch reflektiert in einem Werkstattbericht über die Herausforderungen und Möglichkeiten von interventionistischen Theaterformaten.

Über Tobias Rausch

Tobias Rausch studierte in Freiburg und Berlin Philosophie, Biologie und Literaturwissenschaften.[1] Seit dem Jahr 2001 ist er freischaffend als Regisseur und Autor tätig.[1] Er wirkte an zahlreichen Stadttheatern, darunter in Berlin, Hannover, Frankfurt am Main, Basel, Mannheim, Karlsruhe, Dresden, Heidelberg, Rostock, Stuttgart, Kiel, Bielefeld und Greifswald und war auch national wie international an freien Spielstätten tätig.[1] Mit seiner Inszenierung Alles offen am Volkstheater Rostock wurde er von Theater heute als einer der Nachwuchskünstler des Jahres 2010 nominiert. Rausch war bis zum Jahr 2015 Mitglied im von ihm mitbegründeten Theater- und Performancekollektiv lunatiks produktion.[1] Von 2019 bis 2024 leitete er die Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden. Von 2024 bis 2025 war er Senior Fellow am Research Institute for Sustainability in Potsdam. Bei seinen Projekten entsteht der Text des Stücks oft auf der Basis von Recherchen. So entstand sein 2012 am Deutschen Theater uraufgeführten Werk Oder Bruch nach Befragungen von 100 Menschen in Polen und Deutschland zu ihren Erlebnissen beim Oderhochwasser 1997, die vielfältige Perspektiven auf das Ereignis einfingen. Rausch hielt Lehraufträge an der Zürcher Hochschule der Künste, an der Universität der Künste Berlin, an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, am Mozarteum Salzburg und am Zentrum für Performance Studies der Universität Bremen.

Und schlüg ich die Sonne selbst vom Hügel (Ahab aus Moby Dick) – Ursula Pehlke, Freie Bühne Wendland

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Über Ursula Pehlke

Die „Freie Bühne Wendland“ setzt mit ihrer Arbeit ein Zeichen gegen die zunehmende Digitalisierung der Kunst. Sie besinnt sich auf die Tradition des Wandertheaters und wagt „ein kybernetisches Theater-Spektakel, inspiriert von literarischen Klassikern“, wie es in der Ankündigung heißt. „Stellt den zerstreutesten, verträumtesten Menschen auf seine Füße, setzt ihn in Gang und er wird euch unfehlbar ans Wasser führen.“ Aus dem Stück Moby Dick

„Das Wandertheater-Thema, also die Idee, draußen zu spielen und unterwegs zu sein“, so Regisseurin Ursula Pehlke, „das kam während Corona auf.“ Plötzlich sei alles nur noch digital gewesen. Proben via Zoom, E-Mail-Absprachen – viele KünstlerInnen seien mit ihren Projekten ins Netz abgewandert. „Wir haben aber von Anfang an gesagt: Nein! So geht das nicht.“ Nicht, weil es im ländlichen Raum eh kaum gutes Netz gegeben habe, meint Pehlke, „sondern weil Theater, wie wir es uns vorstellen, nicht digital funktioniert“.

Aufrecht in die Schräglage – Therese Schmidt, Heimathafen Neukölln, Mehrblick&ton

Seit vielen Jahren umkreist das Musiktheaterkollektiv mehrblick&ton die ökologischen und politischen Krisen dieser Welt, beleuchtet die polykrisenhaften Verflechtungen, fragt nach Handlungsspielräumen und sucht in unterschiedlichen Projekten nach neuen Erzählungen, Begegnungen, musikalischen Ausdrucksformen und ästhetischen Ansätzen.

In ihrem Vortrag erzählt die Regisseurin und Autorin Therese Schmidt von dem interdisziplinären Ansatz und den verschiedenen Möglichkeiten und Grenzen partizipativen Theaters.

Über Therese Schmidt

Therese Schmidt, 1979 in Potsdam geboren, studierte Musikwissenschaft, Literatur, Geschichte und Musiktheaterregie in Dresden und Berlin und arbeitet als Regisseurin, Autorin, Performerin und Dozentin. Sie realisiert verschiedene Projekte an der Schnittstelle zwischen (Musik-)Theater, neuer Musik und Performance und entwickelt gemeinsam mit dem Komponisten Wolfgang Heiniger unter dem Label mehrblick&ton musikalische Performances und musiktheatralische Formate.
Sie schreibt Libretti, Konzept- und Theatertexte, sowie kulturpolitische Studien und kollaboriert mit Künstler:innen und Theaterkollektiven der freien Szene.
Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich in ihren Arbeiten mit den Krisen unserer Zeit und sucht in unterschiedlichen Projekten nach neuen Erzählungen und partizipativen Formaten.

Neben Inszenierungen an diversen Stadt- und Staatstheatern gab sie von 2009-2014 an den Hochschulen Dresden und Berlin szenisch-dramatischen Unterricht und gibt aktuell Workshops und Seminare zu Freiem Arbeiten.
Bis 2020 arbeitete sie zudem im Performing Arts Programm des LAFT Berlin und berät seitdem Künstler:innen der freien Szene.

Treibhaus – Marlis Hirche & Oliver Dassing, Feuerwerkstheater

Von dem Fischer un siine Fru“ – das weltbekanntes, plattdeutsches Märchen der Brüder Grimm war der Ausgangspunkt für die beiden Künstler.

Sie erzählen ihre Sicht auf die Aktualität dieses Märchens als Performance mitten in einem Treibhaus mit Tuba Gesang und Objekten.
Die gedankenlose Zerstörung des Klimas, der Ressourcen und des Meeres mit jedem Wunsch symbolisiert, wie die Gier des Menschen die Umwelt nach und nach ruiniert.

Über Marlis Hirche & Oliver Dassing

Marlis Hirche und Oliver Dassing, über lange Jahre Ensemblemitglieder des nunmehr legendären Kammertheater Neubrandenburg, sind inzwischen als    DIE PYROMANTIKER BERLIN  ein national und international renommiertes Theater. Die inhaltliche wie formale Orientierung dieser Gruppe ist ebenso ungewöhnlich wie die Wahl ihres Theaternamens. PYRO  deutet daraufhin, dass viele ihrer Aufführungen mit theatralisch eingesetzten pyrotechnischen Elementen arbeiten – wie beispielsweise die kürzlich stattgefunden furiose Inszenierung um das und mit dem Magdeburger Industriedenkmal Schiffshebewerk Rothensee. Die ROMANTIKER verweisen wohl auf jenen Wesenszug in ihrer künstlerischen Arbeit, der an die Veränderung der Welt durch (Theater-) Kunst glaubt, der die Szene noch als einen Ort der Verwirklichung von Träumen und Sehnsüchten sieht. (S.Brendenal, von 1993-2015 Künstlerische Leiterin der Schaubude Berlin)

Die Pyromantiker Berlin sind eine freie Theatergruppe aus Berlin, welche offiziell im Jahre 2001 von Marlis Hirche und Oliver Dassing gegründet wurde. Neben Regie-Arbeiten für Theater (u.a. Theater-Labyrinthe in Basel, Halle und Magdeburg) werden Clownsstücke, Theaterinszenierungen und Straßentheater-Produktionen sowohl für Erwachsen als auch für Kinder gespielt. Die Inszenierungen reichen von skurril-poetischen Feuerwerk-Spektakeln bis hin zu archaischen Pyro-Shows, wie z.B. die Erfindung von clownesken “Slapstik-Feuerwerken”. Desweiteren entstehen Auftragsproduktionen, die die Geschichte eines Ortes thematisieren und die mit lokalen Künstlern und Amateuren realisiert werden (wie z.B. „100 Jahre Rheinschifffahrt“ im Basler Stadthafen (2006), die Festivalproduktion „Vor Anker“  am Mageburger Schiffshebewerk Rothensee (2009) und die Eröffnung des „Kulturkanal“ im Stadthafen Recklinghausen (im Rahmen von RUHR 2010).

The Kid – Susann Ihlenfeld

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Über Susann Ihlenfeld

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12:00
Zusammenfassung
12:45
Mittagsimbiss
Shuttle zum Bahnhof

Anmeldung per E-Mail erforderlich.

Kontakt
Joachim Borner
Pojekthof Karnitz e.V. , Karnitz 9, 17154 Neukalen
E-mail: jborner@kmgne.de

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

 

 

 

Unterstützt durch Kultur Land MV

 

 

 

Finanziert aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern