Nachhaltige Bildungslandschaften Rio Hurtado

Projekt nachhaltige Bildungslandschaften in der Kommune Rio Hurtado

Ein Modellprojekt –  Mai 2015 bis Januar 2017 (Phase I)

Kooperation: Dept. Für Bildung der Kommune, Ecosistemas, KMGNE, Projekthof Karnitz

Das Projekt beinhaltete den Aufbau einer Bildungslandschaft in der Kommune Rio Hurtado in Chile und hatte folgende Bestandteile:

  1. Entwicklung des Konzepts (Curriculum, Bildungsorganisation) für das 1 jährige Lernprojekt und differenziert für die Klassen 4-6 und 7-10.
  2. Entwicklung und Produktion der Lernmaterialien (Informationen, Bauanleitungen, etc.) und der Manuals für die Nutzung des web 2.0
  3. Aufbau und Strukturierung der kommunalen e-Plattform für die Sensibilisierung und Beratung der Bevölkerung zur Ressourceneffizienz
  4. Entwicklung und Durchführung eines Programms von Capacitaciones (Kombination von Workshops, Übungen in den Schulen und e-Learning/Coaching) für die Lehrer – zur Realisierung des Curriculums.
  5. Und parallel dazu ein Coaching-Programm für Unternehmen und Organisationen, die das Lernprojekt unterstützen

Der pädagogische Ansatz besteht in folgender Lernkette:

Über e-Learning talleres sensibilisieren sich die (interessierten) Lehrer und Schüler für den achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen Boden und Bodenfruchtbarkeit, Wasser, Biodiversität, Energie, Zeit. Wir befassen uns anschaulich mit Konzepten des overshoot-Days und des ökologischen Fussabdrucks sowie des Anthropozän. – Hört sich akademisch an wird es aber nicht. Dazu gibt es Lernmaterialien, Spots…

Die Schüler erhielten folgenden Auftrag: Zusammen mit dem Consejo escolar analysieren und bewerten sie welche Ressourcen in besonders großem Umfang verbraucht werden und deshalb eingespart werden sollten. Im Consejo wird eine Rangordnung beschlossen. Aus den Listen der beteiligten Schulen (Liceo, Internat..) wurden drei Projekt-Vorschläge ausgewählt.

Per Seminar und per Skype wurden zusammen die konkreten Projekte als soziokulturelle Projekte entwickelt, geplant und gebaut:

Wasser wird gespart durch (a) Reparatur der Wasserhähne etc. ; (b) durch den Bau einer Pflanzenkläranlage (Schüler, Lehrer, Eltern, empresas); (c) Rückführung des gereinigten Wassers in den Schulgarten, (d) Aufbau des Schulgartens, (vertikale Gärten) für die Selbstversorgung der Schule mit Gemüse und Obst; (vertikale Gärten schützen vor der Sonne); (e) Gründung einer Schülerfirma, die Gemüse/Früchte verarbeitet (die Schüler lernen ökonomisch denken); (f) Sammlung von Plastik (Abfalltrennung) über eine Schülerfirma II; Produktion von Plastikbällen als Schutzschicht für die Wassertanks (Reduktion der Verdunstung).

Das Lernprojekt ist so angelegt, dass die Schüler lernen: das Projekt zu planen, aufzubauen, zu warten, zu reparieren. Wenn möglich sind regionale Betriebe als Paten zu gewinnen.

Das (handwerkliche) Lernen wurde in das Curriculum der Schule aufgenommen und einfache Talleres-Räume eingerichtet.

Die beteiligten Schüler und Lehrer übernahmen die Patenschaft für eine andere Schule: dort wird unter ihrer Anleitung das Projekt wiederholt. (Nach unserer Projektlaufzeit)

Mit der Methode des Profilpasses werden die erworbenen Kompetenzen der Schüler erfasst und bewertet.