Klimastätte für Malchin

Malchin schreibt seine eigene Geschichte wünschenswerter Zukünfte fort

(c) Mona Schätzle

Wer hätte das gedacht. Als Malchin im Wettbewerb Zukunftsstadt die zweite Runde verpasste, rückte die Umsetzung vieler geplanter Ideen in doch eher weite Ferne. Doch Malchin, der Projekthof Karnitz und das KMGNE blieben dran. Die Entwicklung einer Bürgerstiftung und einer Bürgerzeitung folgten. Jetzt wird die Klimastätte Wirklichkeit. Ein Lernort für Klimaschutz und ein offener Treffpunkt für junge Initiativen und Coaching.

Das Projekt „BilaKlim – Bildungslandschaft Klimaschutz“, das vom 01.10.2018 bis 30.09.2020 läuft, stellt die Klimastätte ins Zentrum einer Bildungslandschaft für Klimaschutz in Malchin und seinen umliegenden Dörfern. Orte der guten Praktiken sollen verbunden und aufgewertet werden. Malchin und Umgebung haben zwar keine Hochschule. Doch wird nun eine andere nicht weniger wichtige Wissens-, Lern-, und Bildungsinfrastruktur entstehen.

Von essentieller Bedeutung ist weiterhin das Prinzip Teilhabe. Worauf wir hinarbeiten, ist eine Form von Bürgerwissenschaft. Die Menschen, die in Malchin und Umgebung leben, können gemeinsam Klimaschutz-Szenarien, Roadmaps und Aktionen für wünschenswerte Zukünfte in ihrer Nachbarschaft entwickeln. Hierfür werden ‘Bürgersalons’ veranstaltet, wo Nachbarschaftsvisionen entstehen können. Wenn Wissensbedarfe entstehen, werden Expert*innen hinzugezogen. Und wir moderieren. Workshops zum Geschichtenerzählen zielen auf das Erlernen und den Austausch von Zukunftsgeschichten. Diese können in medialen und kulturell-künstlerischen Umgebungen wie Theater, Kino und digitalen Plattformen auf vielerlei Weise erprobt werden. Geschichten können sich zudem in ganz praktische Aktivitäten des Klimaschutzes und der Stadt- und Raumgestaltung einschreiben. Stadtgärten, Straßenrandbepflanzungen, Grünflächengestaltung und eine Schulimkerei – auch damit schreiben wir die Geschichte Malchins und seiner Umgebung fort.

Das Projekt „BilaKlim – Bildungslandschaft Klimaschutz“ wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und der Norddeutschen Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Fragen gerne an Anne Mette an ihre E-Mail Adresse: mette@projekthof-karnitz.de